Max-Planck-Institut für Informatik
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Press Release: 04. June 2003 (Language: German)

Erfolgreicher Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet

Dr. Stefan Funke, Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Informatik, wird mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Dieser Preis ist benannt nach dem Nobelpreisträger für Chemie 1944, dem ersten Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft. Er wird jährlich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen.

Stefan Funke ist am Saarbrücker Max-Planck-Institut Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Algorithmen und Komplexität“, die von Prof. Dr. Kurt Mehlhorn geleitet wird. Er beschäftigt sich u. a. mit geometrischen Problemen, die mit Hilfe eines Computers gelöst werden können.

Ein klassisches Problem in diesem Bereich ist die Rekonstruktion von Kurven oder Oberflächen aus einer Menge von gegebenen Punkten. Dieses Problem hat zahlreiche Anwendungen in der industriellen Fertigung. Z. B. bei der PKW-Konstruktion, wenn es darum geht ein real entworfenes Modell in ein CAD-Modell zu überführen, welches für den Produktionsprozess eingesetzt werden kann. Eine andere wichtige Anwendung kommt aus dem Bereich der Medizin: Durch Computertomographen schichtweise abgetastete Körper können im Computer zu einem dreidimensionalen Modell rekonstruiert werden, was genauere Untersuchngen und eine bessere Diagnostik ermöglicht. Problematisch ist die Bearbeitung dieser Probleme insbesondere, da mit der immer genauer werdenden Messtechnik die zu berabeitenden Stichprobenmengen sehr groß werden können und mitunter aus mehreren Millionen Punkten bestehen. Stefan Funke und Kollegen ist es gelungen, für die Lösung der beschriebenen Probleme sehr effiziente Methoden zu entwickeln. Dadurch können viele Probleme exakter als zuvor gelöst werden, zum anderen können aber auch Probleme gelöst werden, die zuvor aufgrund ihrer Komplexität unlösbar waren.

Mit der Verleihung der Otto-Hahn-Medaille ist neben einem Anerkennungsbetrag auch die Möglichkeit eines einjährigen Forschungsaufenthaltes im Ausland verbunden. Durch die Auszeichnung und den Auslandsaufenthalt sollen besonders begabte Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- bzw. Forscherkarriere motiviert werden. Der Preis wird im Rahmen der diesjä ;hrigen Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft am 4. Juni in Hamburg verliehen.

Weitere Informationen zur Arbeit des MPI für Informatik sind unter www.mpi-sb.mpg.de zu finden.

Dort befindet sich auch insbesondere der aktuelle Forschungsschwerpunkt des Instituts, der die Arbeit von Stefan Funke un Kollegen genauer beschreibt und anhand von interessanten Graphiken erläutert: http://domino.mpi-sb.mpg.de/internet/news.nsf/Spotlight/20021203




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  • Uwe Brahm, 09/15/2003 03:43 PM
  • Roxane Wetzel, 06/04/2003 09:32 AM -- Created document.